Einen guten Rutsch und eine Ankündigung

Liebe Besucher,

ich wünsche euch einen schönen Jahreswechsel und für das Jahr 2015 nur das Beste.

Nach zwei Monaten geht das Leben auf diesem Blog jetzt bereits zu Ende – es sollte ein Blog werden mit netten Geschichten von Cora und natürlich mit Rezepten. Nun kann ich ja aber leider nicht mehr über Cora berichten, insofern fehlt etwas Essentielles.

Ihr müsst aber nicht traurig sein, denn im Januar wird es auf einem neuen Blog weitergehen. Die Adresse findet ihr dann bald hier. Dort werdet ihr dann auch Bekanntschaft mit zwei ganz tollen Lebewesen machen, welche vor einigen Wochen bei mir eingezogen sind: Nele und Anton🙂

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Bis bald an neuer Stelle!

Eure Lotte

Cora ist tot…

Cora 2011 – 2014

… ja, ihr lest richtig. Mein Keks, von dem ich euch noch viel zu wenig berichtet habe, weil ich dachte, „das hat ja noch soooo viel Zeit, sie ist ja noch jung.“, ist heute Vormittag direkt vor dem Haus überfahren worden. Die Straße ist bis auf den Busbetrieb nur sehr wenig befahren, liegt in einer 30er-Zone und meine Cora war eine extrem flinke Katze, deshalb ist es für mich unfassbar, wie das am hellichten Tag passieren konnte.

Was das Schlimmste für mich war, ist die Tatsache, dass ich sie mitten auf der Straße gefunden habe und ein Rollerfahrer vermutlich geradewegs auch noch über die tote Katze drübergefahren wäre, wenn ich nicht wild gestikuliert und geschrien hätte. Er hat mir erst den Vogel gezeigt, sich dann jedoch entschuldigt, als er sah, was da vor ihm auf der Straße lag. Ich hatte nicht einmal meine Brille auf und sah kaum etwas, aber ich wusste sofort, dass es meine Katze ist, sowas merkt man einfach. Ich rannte kreischend ins Haus, meine Mutter dachte, ich sei verrückt geworden und schrie mich an. Als ich ihr erzählte, was los war, ging sie zur Straße und sammelte die tote Katze auf. Dann brach auch sie in Tränen aus.

Gerade haben wir sie zusammen mit ihrer liebsten Spielmaus und einem Tannenzweig in unserem Garten begraben, ganz in der Nähe ihres geliebten Kirschbaums..

Cora wurde nur drei Jahre alt und ist die zweite Katze innerhalb eines Jahres, die in unserer Straße rücksichtslos überfahren wurde. Und das in einem Wohngebiet, in dem auch Kinder auf der Straße spielen. Das macht mich so unendlich traurig.

Mit einer kleinen Bildersammlung möchte ich Cora für unsere gemeinsame Zeit danken. Sie hat mein Leben Tag für Tag bereichert. An vielen Tagen war ihre Gesellschaft die einzige positive Sache des Tages.

Was wirklich extrem unheimlich ist, ist die Tatsache, dass ich in den letzten Wochen mehrmals von jetzt auf gleich Angst hatte, Cora könnte überfahren werden und zweimal habe ich nachts im Schlafanzug das Haus verlassen, um mich zu vergewissern, dass sie nicht tot auf der Straße liegt. Mein Vater hat mich damals für verrückt erklärt.

Kommmt ein Veganer zum Metzger…

… was klingt wie ein abgeschmackter Witz, war heute für mich traurige Realität.

Aber von vorn: ich benutze das Auto meiner Mutter mit. Die meiste Zeit bin ich ohnehin mit den Öffentlichen unterwegs, aber wie ich ja schon mehrfach angedeutet habe, ist es in meinem Kaff zeitweise schwierig bis unmöglich rauszukommen. Und einkaufen ist mit den Öffentlichen auch nicht gerade spaßig – also bin ich darauf angewiesen, ab und an einen fahrbaren Untersatz zu haben. Der Deal ist allerdings, dass ich meiner Mutter Dinge vom Einkaufen mitbringe, wenn ich das Auto habe, da sie dann ja nicht einkaufen fahren kann. Dummerweise schließt der Deal unvegane Lebensmittel und sogar Wurst mit ein – Ich habe oft und viel mit meiner Mutter darüber diskutiert, doch ihr Standpunkt ist klar – entweder so oder ich muss schauen, wie ich mich fortbewege. Ja, das ist Erpressung, aber da ich kein Geld für ein eigenes Auto habe und es hier auch weit und breit kein Car-Sharing gibt, bin ich darauf eingegangen.

Heute musste ich zur Post und dann noch Getränke kaufen und auch das geht nur mit dem Auto. Als ich den Autoschlüssel holte, gab mir meine Mutter den Auftrag, Salz und Oberländer mitzubringen. Ich musste erstmal googlen, wie Oberländer überhaupt aussehen. Na gut, also bin ich losgefahren und schaute mich widerwillig im Wurstregal um. Schon nach kurzer Zeit wurde mir richtig schlecht und ich fand die f… Oberländer einfach nicht. Schließlich suchte ich eine Verkäuferin und die erklärte mir, sie hätten derzeit keine Oberländer. Oh yeah, hab ich also umsonst gesucht und fast auf den Boden gekotzt… Zurück im Auto ein kurzer Anruf bei meiner Mutter mit der Frage „Brauchst du die Oberländer denn unbedingt heute??? Kann Papa nicht was anderes essen?“ – natürlich braucht sie sie heute, denn mein eingefleischter Papa will heute Currywurst haben… War ja irgendwie klar. „Geh zum Metzger rein und hol dort welche.“. Ich zum Metzger? Neeeeee! Andererseits: es gibt in dem Kaff neben meinem Kaff keinen anderen Supermarkt und zehn Kilometer zu fahren wegen zwei billigst produzierten Supermarkt-Würsten entspricht noch weniger meinen Vorstellungen vom Umgang mit der Natur. Also entschied ich mich doch für den Metzger. Einmal und nie wieder. Beim Anblick der Theke wurde mir schwindlig und ich bekam wieder diesen Brechreiz. Dann musste ich auch noch fünf Minuten warten, weil ein Kind sich nicht entscheiden konnte, welche Wurst es zum Abendessen haben wollte und weil die Kundin vor mir mit der Verkäuferin herumdiskutierte, wieso es das günstige Angebot für Schweinshaxen nicht mehr gibt. Ich war ein bisschen traurig, dass ich die Aufkleber von Veggieman und Co., die mir Angie von Bissen für’s Gewissen am Montag geschickt hat, nicht dabei hatte – die hätten auf der Theke am besten auf Kinder-Höhe bestimmt gut ausgesehen. Allerdings hätte die Verkäuferin das vermutlich nicht so toll gefunden und mich womöglich wegen Vandalismus oder Ketzerei angezeigt. Eine Minute länger und ich wäre gegangen oder hätte mich über die Fleischtheke erbrochen. Wobei, wenn ich mir das recht überlege, wäre das nicht das schlechteste Statement gewesen, frei nach dem Motto: „Ich finde euch zum Kotzen!“.

Auf der Heimfahrt lief im Radio gerade ein Interview mit einem Mann, der als – und das ist kein Witz – Kuscheltier-Schlachter arbeitet. Er erklärte, dass er die Kuscheltiere so „schlachtet“, wie ein Schlachter echte Tiere schlachtet und er wolle damit aufrütteln und schockieren. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das jetzt so eine Hammer-Idee ist, denn ich denke, niemand, der gern Fleisch ist, wird sich von geschlachteten Kuscheltieren beeindrucken lassen und kein Erwachsener Fleischesser kommt auf die Idee, seinen Kindern oder Enkel an geschlachteten Kuscheltieren zu zeigen, wie grausam die Schlachterei ist. Nein, er geht lieber mit dem Kind oder Enkel zum Metzger und fragt, was für eine leckere Wurst es zum Abendessen will und die Verkäuferin freut sich und schenkt den Kind lächelnd eine Scheibe Wurst zum sofortigen Vernaschen aus der Hand.

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Die Aufkleber von Angie

Ratz-fatz Tomatensuppe mit Basilikum

Manchmal muss es in der Küche schnell gehen. Ich hätte zwar ausreichend Zeit, jeden Tag etwas mäßig Aufwändiges zu kochen, doch irgendwie kann ich mich dazu gerade nicht aufraffen, andere Dinge erscheinen mir einfach wichtiger, auch wenn sie dies de facto gar nicht sind. So blieb bei mir die Küche die letzte Woche kalt. Gestern hatte ich Brot mit Aufstrich jedoch endgültig satt und stellte mich wieder an den Herd. Allerdings hatte ich kaum frische Zutaten im Haus, kein Auto zur Verfügung und in meinem Kaff gibt es samstags nach 12 Uhr keine Einkaufsmöglichkeit mehr. Also gab es etwas ganz Einfaches: Tomatensuppe. Und sie war sehr lecker – kaum zu glauben bei gerade mal 15 Minuten Zeitaufwand. Und was noch besser ist: den Rest kann ich heute essen🙂

Als ich noch ein Kind war, suggerierte die Werbung, die beste und schnellste Suppe der Welt käme aus der Tüte. Und dass man die richtige Marke gekauft hatte, erkannte man daran, dass sich der Löffelstiel beim ersten Eintauchen des Esslöffels in die Suppe wie von Zauberhand zu einem Knoten verformte. Ob die Suppe wirklich schmeckte, weiß ich nicht, denn bei uns zu Hause gab es nie Fertigsuppe. Leider verknotete sich dann aber auch mein Esslöffel nie, was ich so schade fand, dass ich selbst Hand anlegte und versuchte, den Löffelstiel zu biegen. Allerdings war meine Mutter darüber nicht besonders erfreut, da ich auch meine Geschwister dazu angestiftet hatte und so kaum noch ein unverbogener Löffel in der Besteckschublade lag.

Ok, genug geplaudert. Tatsache ist, dass bei mir auch heute noch keine Fertigsuppe ins Haus kommt, denn die beste Suppe ist definitiv die Selbstgemachte. Außerdem ist der Aufwand häufig sehr gering, warum also Tütensuppe kaufen! Gestern gab es also eine blitzschnelle, einfache, Zutaten-anspruchslose Tomatensuppe mit zweierlei Basilikum.

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Ratz-fatz Tomatensuppe mit Basilikum

Man benötigt für 3 Teller:

  • 500 g passierte Tomaten (außerhalb der Saison greife ich lieber zu passierten Tomaten als zu importierten frischen Tomaten, da diese meist kaum Geschmack haben)
  • 500 ml Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • eine Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe (da ich gestern keinen Knoblauch da hatte, nahm ich eine Schalotte)
  • 2 EL Paprikamark (alternativ Tomatenmark, schmeckt dann aber etwas langweilig)
  • 1 EL Kartoffelmehl (alternativ jedes andere Mehl)
  • eine Chilischote (nach Belieben auch mehr)
  • 10 große Blätter Basilikum (da ich im Garten auch kleinblättrigen Basilikum habe, nahm ich gestern zweierlei Sorten Basilikum, geschmacklich gibt es aber kaum einen Unterschied)
  • 2 TL Gemüsebrühpulver (am besten Bio-zertifiziert ohne Glutamat und Hefeextrakt)
  • 1 EL Balsamico Essig
  • 1 TL Zucker
  • Pfeffer
  • Salz
  • nach Belieben etwas getrockneten Oregano und/oder Thymian

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauchzehe putzen und klein schneiden bzw. hacken. Chilischote entkernen und hacken. Ein EL Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Chili bei mittlerer Hitze drei bis vier Minuten andünsten. Topf von der Herdplatte ziehen, Paprikamark und Mehl hinzugeben. Topf unter Rühren wieder auf die Platte ziehen, passierte Tomaten, Wasser und Gemüsebrühpulver hinzufügen. Alles aufkochen lassen. Basilikum klein schneiden und hinzufügen. Suppe unter gelegentlichem Umrühren fünf Minuten köcheln lassen. Mit Zucker, Pfeffer, Salz, Balsamico und ggf. getrockneten Kräutern würzen, noch eine Minute köcheln lassen und abschließend ggf. abschmecken.

Bon appétit!

Eure Lotte

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Die letzten Sonnenstrahlen des Tages

Grüner wirds nicht: schnelles Kresse-Pesto

So langsam geht die Gartenkräuter-Zeit zu Ende. Und von einer Kräutersorte habe ich unendlich viel: Kapuzinerkresse. Was ich im April mit 7 Blättern in einem kleinen Kräutertopf gekauft habe, wuchert mittlerweile großflächig im Garten…

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Kapuzinerkresse

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Cora ist auch dabei

Was macht man denn nun mit einer gefühlten Tonne Kapuzinerkresse? – Pesto natürlich! Naja, ich habe nur einen Bruchteil der Kresse dafür benötigt, aber immerhin🙂

Tatsächlich habe ich erst vor zwei Jahren erstmals in meinem Leben Pesto gegessen. Zuvor fand ich das immer irgendwie so unspektakulär und konnte mir gar nicht vorstellen, dass das wirklich schmeckt – nur Nudeln und Pesto – das kann doch kein vollständiges Essen sein! – Oh doch – und was für ein Tolles! Nach dem ersten Probieren stürzte ich mich in die Pestozubereitung und dank der Kresse-Invasion im Garten entstand dieses Jahr eine ganz besonders leckere Variante: Kressepesto!

Es geht ruckzuck – die Zubereitung dauert kürzer als das Kochen der Nudeln. Dennoch empfehle ich, das Pesto vor Verzehr einige Stunden oder über Nacht durchziehen zu lassen, dadurch wird das Aroma viel vollmundiger und intensiver.

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Tagliatelle mit Kresse-Pesto

Man benötigt für ein Glas Pesto (ca. 4 Portionen):

  • 60 g Kresse (es geht anstelle von Kapuzinerkresse auch jede andere Kresse-Sorte)
  • 60 g Nusskerne (ich nehme am liebsten Haselnüsse oder Walnüsse)
  • 2 Knoblauchzehen (alternativ 2 Stängel Lauchzwiebeln)
  • 2 EL Hefeflocken
  • knapp 1 TL Salz
  • etwas Pfeffer
  • eine Prise Cayennepfeffer
  • 2 TL Zitronensaft
  • 150 ml natives Oliven-Öl extra (das Pesto steht und fällt mit der Qualität des Öls)

Alle Zutaten im Mixer pürieren. Kaum zu glauben, aber wahr: Das war’s schon😀

Bei mir gab es diesmal Tagliatelle zum Pesto. Gekrönt wurde das Essen mit gerösteten Sonnenblumenkernen.

Wenn nicht das ganze Pesto gebraucht wird, kann man den Rest in ein verschließbares Glas füllen und bis zum Rand mit Öl aufgießen und sofort verschließen. So hält es sich im Kühlschrank einige Tage.

Lasstes euch schmecken!

Eure Lotte mit Cora, die fleißig beim Fotografieren geholfen hat.

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Cora hat Spaß im Garten

Getestet und für lecker befunden: den eigenständigen Geburtstagskuchen von Mihl

Ich plane eine Serie von Blogeinträgen, in denen ich darüber berichte, was ich in letzter Zeit aus anderen Foodblogs nachgebacken oder nachgekocht und für lecker befunden habe.

Den Anfang macht ein toller Kuchen von Mihls Blog Seitan Is My Motor. Mihls Tochter wurde vor kurzem drei Jahre alt und ist nun ein stolzes Kindergartenkind. Zu ihrem Geburtstag kreierte Mihl deshalb einen eigenständigen Geburtstagskuchen.

Heute habe ich also ihren Kuchen nachgebacken und es hat super funktioniert:

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Eigenständiger Geburtstagskuchen

Die Mengenangaben passen perfekt. Die Backzeit habe ich etwas verkürzt, da die Stäbchenprobe nach 50 Minuten bereits anzeigte, dass der Kuchen gar ist. Ich stürzte den Kuchen sofort in der Form auf ein Kuchengitter und konnte die Form direkt vom Kuchen abziehen. Mihl schreibt in ihrem Beitrag, dass es bei ihr nicht so einfach war, den Kuchen aus der Form zu bekommen, bei mir hingegen flutschte der Kuchen buchstäblich aus der Form. Woran das liegt, weiß ich natürlich nicht, aber für mich kommen zwei Aspekte in Betracht: zum einen ist meine Gugelhupf-Form vermutlich aus Eisen (sie ist sehr schwer) und älter als ich selbst. Zum anderen habe ich die Form mit Alsan eingefettet. Mihl hat sich vor einiger Zeit dafür entschieden, Öl und Kokosfett anstelle von Margarine zu verwenden und entsprechend auf Kokosfett zum Einfetten der Form zurückgegriffen. Ob das einen Unterschied macht, weiß ich nicht, aber wenn ich diesen Kuchen mal wieder backe – was ich definitiv tun werde – teste ich es, indem ich meine Form auch mit Kokosfett einfette.

Mihls Kuchen bekommt im Originalrezept einen doppelten Schokoguss mit weißer und dunkler Schokolade. Da ich keine weiße vegane Schokolade vorrätig hatte und hier in der Nähe auch keine bekomme, schmolz ich für den Guss 50 g Nougat und 100 g Bitter-Schokolade zusammen im Wasserbad. Der Guss ist sehr lecker geworden auch wenn er im Gegensatz zum Originalguss natürlich langweilig aussieht.

Nun aber zum Wichtigsten: wie schmeckt der Kuchen? In einem Wort: hammergeil. Er ist saftig, fluffig und trotzdem etwas fest, nicht zu süß, krümelt kaum und hat ein feines Kakao-Aroma. Er harmoniert super mit der Schoko-Nougat-Glasur. Meine Testesser – acht Omnis und zwar meine kritische Verwandtschaft – waren allesamt sehr zufrieden und voller Lob. Der Kommentar meiner Oma: „Der Kuchen ist ja herrlich saftig, meiner wurde früher oft sehr trocken.“ sagt alles🙂. Der Kuchen ist übrigens jetzt – drei Stunden nach dem Anschneiden – bereits aufgegessen (ein Stück habe ich mir für morgen aufgehoben).

Liebe Mihl, herzlichen Dank für dein Einverständnis, dass ich meine Getestet-Serie mit deinem Rezept beginnen durfte. Dein Kuchen ist der Hammer! Er ist definitiv nicht nur ein Kuchen für Kinder – er macht alle Altersklassen glücklich😀

Pizzabrot in herbstlicher Begleitung

Schon wieder habe ich mir ein Erkältungs-Virus eingefangen und fühle mich schlapp ohne Ende. Daher musste ein Essen her, dass man in Etappen zubereiten kann und nie längere Zeit am Stück am Herd stehen muss. Außerdem sollte natürlich eine ordentliche Portion Vitamine dabei sein und meine Mutter hat gestern wunderschönen Bio-Rucola im Supermarkt entdeckt, dabei an mich gedacht und ihn mir also mitgebracht. Genau wie feste kleine braune Champignons, die durch tagelanges Liegen nicht besser werden. Also gab es ein Essen, das es bei mir eigentlich eher im Sommer gibt, wenn das Gemüse im Garten erntereif ist: Pizzabrot mit einem leckeren Salat und dazu gebratene Champignons. Ein Gedicht und noch dazu bei allen beliebt! Und einfach zuzubereiten. Allerdings benötigt man mehrere Stunden Zeit, da der Hefeteig gehen muss.

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DSCN1716 oben: das „Gesamtwerk“;  unten: das Pizzabrot

Zutaten für zwei Bleche Pizzabrot (reicht als Beilage für ca. 6 Personen):

  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 250-300 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL Meersalz
  • 2 TL getrockneten Thymian oder Oregano (oder 1 TL von beidem)
  • 2 TL Sesam
  • ggf. 1 Knoblauchzehe
  • ggf. etwas Cayennepfeffer

Für den Teig Mehl, Hefe, Salz und 250 ml Wasser zu einem geschmeidigen, aber dennoch festen Teig verkneten (bei mir macht das der Knethaken der Rührmaschine in der Regel sehr gut, es geht auch von Hand, ist aber anstrengend). Wenn sich die Zutaten nach drei bis vier Minuten noch nicht gut verbunden haben (erkennbar daran, dass noch Mehl in der Schüssel ist, das nicht in den Teig eingearbeitet wurde), noch etwas Wasser zufügen und unterkneten. Teig mindestens eine Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich auf die doppelte Größe vergrößert hat. Noch besser ist eine Gehzeit von 1 1/2 Stunden oder sogar noch etwas länger, zwei Stunden sollten jedoch nicht überschritten werden.

Teig in zwei Teile teilen und auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche wie eine Pizza rund ausrollen und jede „Pizza“ auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Teig mit einem Backpinsel mit jeweils 1 EL Olivenöl bestreichen. Knoblauchzehe fein hacken und auf den „Pizzen“ verteilen. Abschließend jeweils 1 TL Meersalz, 1 TL getrockneten Kräutern und 1 TL Sesam bestreuen. Nach Belieben sehr sparsam mit Cayennepfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Umluft ca. 20 Minuten backen.

Fertig.

Hinweis: man kann das Pizzabrot auch nur ca. 7 Minuten „anbacken“ und es anschließend abgekühlt einfrieren. Wenn man dann irgendwann mal schnell Pizzabrot essen möchte, kann man es direkt aus der Gefriertruhe bei 200 Grad Umluft für knapp 15 Minuten im Ofen fertig backen.

Als Beilage hatte ich heute wie beschrieben zwei Dinge: gebratene Champignons und Rucola-Paprika-Salat mit Balsamico-Senf-Dressing. War zum Reinlegen lecker🙂