Grüner wirds nicht: schnelles Kresse-Pesto

So langsam geht die Gartenkräuter-Zeit zu Ende. Und von einer Kräutersorte habe ich unendlich viel: Kapuzinerkresse. Was ich im April mit 7 Blättern in einem kleinen Kräutertopf gekauft habe, wuchert mittlerweile großflächig im Garten…

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Kapuzinerkresse

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Cora ist auch dabei

Was macht man denn nun mit einer gefühlten Tonne Kapuzinerkresse? – Pesto natürlich! Naja, ich habe nur einen Bruchteil der Kresse dafür benötigt, aber immerhin 🙂

Tatsächlich habe ich erst vor zwei Jahren erstmals in meinem Leben Pesto gegessen. Zuvor fand ich das immer irgendwie so unspektakulär und konnte mir gar nicht vorstellen, dass das wirklich schmeckt – nur Nudeln und Pesto – das kann doch kein vollständiges Essen sein! – Oh doch – und was für ein Tolles! Nach dem ersten Probieren stürzte ich mich in die Pestozubereitung und dank der Kresse-Invasion im Garten entstand dieses Jahr eine ganz besonders leckere Variante: Kressepesto!

Es geht ruckzuck – die Zubereitung dauert kürzer als das Kochen der Nudeln. Dennoch empfehle ich, das Pesto vor Verzehr einige Stunden oder über Nacht durchziehen zu lassen, dadurch wird das Aroma viel vollmundiger und intensiver.

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Tagliatelle mit Kresse-Pesto

Man benötigt für ein Glas Pesto (ca. 4 Portionen):

  • 60 g Kresse (es geht anstelle von Kapuzinerkresse auch jede andere Kresse-Sorte)
  • 60 g Nusskerne (ich nehme am liebsten Haselnüsse oder Walnüsse)
  • 2 Knoblauchzehen (alternativ 2 Stängel Lauchzwiebeln)
  • 2 EL Hefeflocken
  • knapp 1 TL Salz
  • etwas Pfeffer
  • eine Prise Cayennepfeffer
  • 2 TL Zitronensaft
  • 150 ml natives Oliven-Öl extra (das Pesto steht und fällt mit der Qualität des Öls)

Alle Zutaten im Mixer pürieren. Kaum zu glauben, aber wahr: Das war’s schon 😀

Bei mir gab es diesmal Tagliatelle zum Pesto. Gekrönt wurde das Essen mit gerösteten Sonnenblumenkernen.

Wenn nicht das ganze Pesto gebraucht wird, kann man den Rest in ein verschließbares Glas füllen und bis zum Rand mit Öl aufgießen und sofort verschließen. So hält es sich im Kühlschrank einige Tage.

Lasstes euch schmecken!

Eure Lotte mit Cora, die fleißig beim Fotografieren geholfen hat.

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Cora hat Spaß im Garten

Getestet und für lecker befunden: den eigenständigen Geburtstagskuchen von Mihl

Ich plane eine Serie von Blogeinträgen, in denen ich darüber berichte, was ich in letzter Zeit aus anderen Foodblogs nachgebacken oder nachgekocht und für lecker befunden habe.

Den Anfang macht ein toller Kuchen von Mihls Blog Seitan Is My Motor. Mihls Tochter wurde vor kurzem drei Jahre alt und ist nun ein stolzes Kindergartenkind. Zu ihrem Geburtstag kreierte Mihl deshalb einen eigenständigen Geburtstagskuchen.

Heute habe ich also ihren Kuchen nachgebacken und es hat super funktioniert:

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Eigenständiger Geburtstagskuchen

Die Mengenangaben passen perfekt. Die Backzeit habe ich etwas verkürzt, da die Stäbchenprobe nach 50 Minuten bereits anzeigte, dass der Kuchen gar ist. Ich stürzte den Kuchen sofort in der Form auf ein Kuchengitter und konnte die Form direkt vom Kuchen abziehen. Mihl schreibt in ihrem Beitrag, dass es bei ihr nicht so einfach war, den Kuchen aus der Form zu bekommen, bei mir hingegen flutschte der Kuchen buchstäblich aus der Form. Woran das liegt, weiß ich natürlich nicht, aber für mich kommen zwei Aspekte in Betracht: zum einen ist meine Gugelhupf-Form vermutlich aus Eisen (sie ist sehr schwer) und älter als ich selbst. Zum anderen habe ich die Form mit Alsan eingefettet. Mihl hat sich vor einiger Zeit dafür entschieden, Öl und Kokosfett anstelle von Margarine zu verwenden und entsprechend auf Kokosfett zum Einfetten der Form zurückgegriffen. Ob das einen Unterschied macht, weiß ich nicht, aber wenn ich diesen Kuchen mal wieder backe – was ich definitiv tun werde – teste ich es, indem ich meine Form auch mit Kokosfett einfette.

Mihls Kuchen bekommt im Originalrezept einen doppelten Schokoguss mit weißer und dunkler Schokolade. Da ich keine weiße vegane Schokolade vorrätig hatte und hier in der Nähe auch keine bekomme, schmolz ich für den Guss 50 g Nougat und 100 g Bitter-Schokolade zusammen im Wasserbad. Der Guss ist sehr lecker geworden auch wenn er im Gegensatz zum Originalguss natürlich langweilig aussieht.

Nun aber zum Wichtigsten: wie schmeckt der Kuchen? In einem Wort: hammergeil. Er ist saftig, fluffig und trotzdem etwas fest, nicht zu süß, krümelt kaum und hat ein feines Kakao-Aroma. Er harmoniert super mit der Schoko-Nougat-Glasur. Meine Testesser – acht Omnis und zwar meine kritische Verwandtschaft – waren allesamt sehr zufrieden und voller Lob. Der Kommentar meiner Oma: „Der Kuchen ist ja herrlich saftig, meiner wurde früher oft sehr trocken.“ sagt alles :-). Der Kuchen ist übrigens jetzt – drei Stunden nach dem Anschneiden – bereits aufgegessen (ein Stück habe ich mir für morgen aufgehoben).

Liebe Mihl, herzlichen Dank für dein Einverständnis, dass ich meine Getestet-Serie mit deinem Rezept beginnen durfte. Dein Kuchen ist der Hammer! Er ist definitiv nicht nur ein Kuchen für Kinder – er macht alle Altersklassen glücklich 😀

Pizzabrot in herbstlicher Begleitung

Schon wieder habe ich mir ein Erkältungs-Virus eingefangen und fühle mich schlapp ohne Ende. Daher musste ein Essen her, dass man in Etappen zubereiten kann und nie längere Zeit am Stück am Herd stehen muss. Außerdem sollte natürlich eine ordentliche Portion Vitamine dabei sein und meine Mutter hat gestern wunderschönen Bio-Rucola im Supermarkt entdeckt, dabei an mich gedacht und ihn mir also mitgebracht. Genau wie feste kleine braune Champignons, die durch tagelanges Liegen nicht besser werden. Also gab es ein Essen, das es bei mir eigentlich eher im Sommer gibt, wenn das Gemüse im Garten erntereif ist: Pizzabrot mit einem leckeren Salat und dazu gebratene Champignons. Ein Gedicht und noch dazu bei allen beliebt! Und einfach zuzubereiten. Allerdings benötigt man mehrere Stunden Zeit, da der Hefeteig gehen muss.

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DSCN1716 oben: das „Gesamtwerk“;  unten: das Pizzabrot

Zutaten für zwei Bleche Pizzabrot (reicht als Beilage für ca. 6 Personen):

  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 250-300 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL Meersalz
  • 2 TL getrockneten Thymian oder Oregano (oder 1 TL von beidem)
  • 2 TL Sesam
  • ggf. 1 Knoblauchzehe
  • ggf. etwas Cayennepfeffer

Für den Teig Mehl, Hefe, Salz und 250 ml Wasser zu einem geschmeidigen, aber dennoch festen Teig verkneten (bei mir macht das der Knethaken der Rührmaschine in der Regel sehr gut, es geht auch von Hand, ist aber anstrengend). Wenn sich die Zutaten nach drei bis vier Minuten noch nicht gut verbunden haben (erkennbar daran, dass noch Mehl in der Schüssel ist, das nicht in den Teig eingearbeitet wurde), noch etwas Wasser zufügen und unterkneten. Teig mindestens eine Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich auf die doppelte Größe vergrößert hat. Noch besser ist eine Gehzeit von 1 1/2 Stunden oder sogar noch etwas länger, zwei Stunden sollten jedoch nicht überschritten werden.

Teig in zwei Teile teilen und auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche wie eine Pizza rund ausrollen und jede „Pizza“ auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Teig mit einem Backpinsel mit jeweils 1 EL Olivenöl bestreichen. Knoblauchzehe fein hacken und auf den „Pizzen“ verteilen. Abschließend jeweils 1 TL Meersalz, 1 TL getrockneten Kräutern und 1 TL Sesam bestreuen. Nach Belieben sehr sparsam mit Cayennepfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Umluft ca. 20 Minuten backen.

Fertig.

Hinweis: man kann das Pizzabrot auch nur ca. 7 Minuten „anbacken“ und es anschließend abgekühlt einfrieren. Wenn man dann irgendwann mal schnell Pizzabrot essen möchte, kann man es direkt aus der Gefriertruhe bei 200 Grad Umluft für knapp 15 Minuten im Ofen fertig backen.

Als Beilage hatte ich heute wie beschrieben zwei Dinge: gebratene Champignons und Rucola-Paprika-Salat mit Balsamico-Senf-Dressing. War zum Reinlegen lecker 🙂

For Adults only: Rotweinkuchen

Herbstzeit ist bei mir in der Region Weinzeit – naja, mir egal, denn ich mag keinen Wein. Allerdings verwende ich ihn hin und wieder zum Kochen und nun habe ich erstmals in meinem Leben einen Rotweinkuchen gebacken. Als Vorlage hatte ich nur unvegane Rezepte und die vielen Eier im Teig machten mir Sorgen, aber die waren offensichtlich unbegründet, denn der Kuchen ist super geworden, finden meine Mitmenschen. Ja, er ist sehr saftig, hat eine Schoko-Nuss-Note und ist nicht sehr süß, das gefällt mir auch. Aber man schmeckt eben auch etwas den Rotwein und deshalb ist er trotz aller Vorzüge nicht mein Lieblingskuchen.

Da meine „Versuchspersonen“ – vor allem meine SEHR kritischen Großeltern – jedoch hin und weg von dem Kuchen waren, poste ich das Rezept nun dennoch, denn die extrem einfache Zubereitung und die saftig-weiche Konsistenz sind wirklich toll, was bei veganen Rührkuchen ja nicht immer der Fall ist, wenn man sie mit dem unveganen Pendant vergleicht, das meist fünf Eier (oder mehr) verlangt.

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Rotweinkuchen

Die Zutaten für eine Gugelhupfform:

  • etwas Alsan für die Form
  • 250 g Mehl (ich habe Weizen- und Dinkelmehl gemischt)
  • 190 g Rohrohrzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Weinstein-Backpulver
  • 1 gehäufter EL Kakaopulver
  • 40 g gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln)
  • 1 1/2 EL Kartoffelmehl (alternativ Maisstärke – schmeckt aber in Kuchen manchmal unangenehm durch)
  • 1 1/2  EL Tapiokastärke (alternativ Maisstärke)
  • 1 EL geschrotete Leinsamen (auch hier alternativ Stärke, jedoch leidet dann vermutlich die Konsistenz)
  • 140 ml Wasser
  • 170 ml neutrales Öl
  • 150 ml veganen Rotwein
  • 150 g klein gehackte Bitterschokolade (ich nahm Schokoraspel und Schokotropfen)
  • ggf. Puderzucker zum Bestäuben

Die denkbar einfache Zubereitung:

Gugelhupfform fetten, Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig rühren. Die Konsistenz ist perfekt, wenn der Teig locker reißend vom Rührbesen herunterfällt. Ist er zu fest, noch etwas Flüssigkeit unterrühren (Rotwein oder Öl). Teig in die Gugelhupfform füllen und ca. 45 Minuten backen (schaut nach 40 Minuten mal rein, um zu sehen, wie weit der Kuchen ist). Stäbchenprobe machen – wenn noch Teig am Stäbchen klebt, den Kuchen noch ein paar Minuten länger backen.

Kuchen in der Form sofort auf ein Kuchengitter stürzen und ein feuchtes Tuch drüber legen (ein Spüllappen tut’s auch). Nach fünf Minuten die Form vorsichtig vom Kuchen abziehen. Komplett auskühlen lassen. Ggf. könnt ihr den Kuchen dann noch mit Puderzucker bestäuben.

Fertig.

Tempeh-Döner macht (das Leben) schöner…

Bei Tempeh klaffen die Meinungen ja weit auseinander. Die einen finden ihn toll, die anderen hassen ihn. Ich gehöre zur ersten Gruppe 🙂 Allerdings muss ich hinzufügen, dass ich beim ersten Versuch nicht so ganz von seinem Geschmack überzeugt war. Ich glaube, Tempeh ist eins der Lebensmittel, an das man sich erst herantasten muss, denn je öfter ich ihn aß, desto leckerer wurde er. Mittlerweile liebe ich ihn und er steht geschmacklich an erster Stelle in meiner „Eiweiß-Hierarchie“. Seitan folgt auf Platz zwei, danach kommen Hülsenfrüchte und erst dann Tofu.

Meinen Tempeh beziehe ich seit einiger Zeit von hier. Man bekommt dort nicht nur Natur-Tempeh, sondern kann auch aus einigen Marinaden wählen. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, unbehandelten frischen (und daher nur kurz haltbaren) Tempeh zu bestellen. Alle Tempeh-Zutaten und Marinaden sind bio und vegan. Immer donnerstags beginnt die Produktion und montags geht der Tempeh auf die Reise und landet dienstags vor der Haustür. Preislich bewegt sich der Tempeh auf ähnlichem Niveau wie in den meisten Onlineshops, er ist sogar ein bisschen günstiger. Eine tolle Sache, wie ich finde. Vor allem, da ich Tempeh ohnehin nur über das Internet bekomme, da es hier weit und breit keinen Tempeh zu kaufen gibt.

Am liebsten esse ich Tempeh kross angebraten mit Gemüse in Wraps, Ciabatta, Pitabrot etc. Heute gab es das also mal wieder und da ich letztens veganes Kebab-Brot zum Aufbacken beim Einkaufen entdeckt habe, wurde das heute ausprobiert. Es ist ein leckerer „Döner“ geworden, den es künftig sicher öfter geben wird, denn er ist ratz-fatz gemacht, die Zutaten können problemlos zur Arbeit mitgenommen und dann in der Mittagspause „zusammengebaut“ werden und preiswert ist das Ganze auch.

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Tempeh-Döner

Man braucht für zwei „Döner“

  • 2 Kebab-Fladen zum Aufbacken
  • 100 g marinierten Tempeh (oder man mariniert Naturtempeh. Alternativ geht natürlich auch Seitan oder Tofu)
  • 3 EL Rapsöl
  • ein Stück Gurke
  • eine Paprikaschote
  • eine Tomate
  • 1/2 Zwiebel (ich nehme dazu gerne die Roten)
  • etwas Blattsalat
  • etwas frische Petersilie

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Das Gemüse klein schneiden, Petersilie hacken und den Tempeh in Streifen schneiden (je dünner, desto knuspriger wird er). Das Öl in der Pfanne erhitzen, Tempehstreifen unter mehrmaligem Wenden von beiden Seiten einige Minuten anbraten, bis er eine goldbraune Farbe annimmt. Auf etwas Küchenkrepp zum Abfetten legen. Kebabfladen entweder drei Minuten im Backofen oder – energiesparender – im Toaster aufbacken, in der Mitte aufschneiden, sodass eine Tasche entsteht und diese dann mit Gemüse, Tempeh und Petersilie füllen.

Das war’s schon – kleiner Aufwand und trotzdem großer Genuss 😉

Wer mag, kann natürlich eine Sojajoghurt-Sauce herstellen und in den Döner geben, aber ich mag es ohne Sauce lieber.

Schwarzwald-Cupcakes auf Urlaubsreise in der Karibik

Hier nun also das Cupcake-Rezept aus meinem Post zur Blog-Geburt.

Mein Großonkel war von Beruf Bäcker und Konditor und natürlich konnte er die beste, schönste und leckerste Schwarzwälder Kirschtorte auf der ganzen Welt backen. Sie war der Star auf der Kaffeetafel eines jeden Geburtstags und brachte die Augen aller Gäste zum Leuchten. Aber die Zeiten ändern sich – mein Großonkel ist schon vor vielen Jahren gestorben und zwar, bevor er mich in sein Schwarzwälder-Kirschtorten-Geheimnis einweihen konnte… und eine wirklich gute vegane Schwarzwälder habe ich noch nirgendwo gegessen. Vermutlich ist meine Messlatte da aber auch einfach zu hoch. Das größte Problem ist für mich selbst nach einigen veganen Jahren nach wie vor, dass ich keinen befriedigenden veganen Sahneersatz finde. Sojasahne schmeckt zu sehr nach Soja, Reissahne hat keine gute Konsistenz und auch hier schmeckt mir der Reis zu stark durch usw. Deshalb gibt es bei mir prinzipiell keine Sahnetorte, wollte aber unbedingt wieder etwas „Sahniges“ backen. Also versuchte ich mich für meine Schwarzwaldcupkakes zunächst an einem Frosting aus Buttercreme. Was soll ich sagen? Es war selbst gut durchgezogen und gekühlt so eklig (und VIEL zu süß), dass ich es wieder von den Törtchen heruntergekratzt habe….Sie wurden ohne Haube verputzt und schmeckten allen. Mir ließ es aber keine Ruhe, ich wollte unbedingt Cupcakes mit „Sahne“ oder ähnlichem. Schließlich las ich in irgendeinem Werbeblatt eines Supermarktes, dass man mit Kokosmilch aus der Dose ganz einfach ein Frosting machen kann und auch wenn es natürlich geschmacklich nun etwas ganz anderes als klassische „Sahne“ ist, gefällt mir diese Lösung trotzdem mit Abstand am besten. Da hat sich der Schwarzwald eben mal kurz eine Auszeit in der Karibik gegönnt.

Anstelle des (veganen) Amarettos im Rezept kann man problemlos auch Bittermandelaroma nehmen. Ich bin kein Fan von Aromen, aber wenn Kinder mit essen, ist für mich aus ethisch-moralischer Sicht Bittermandelaroma eine bessere Alternative als hochprozentiger Alkohol.

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Schwarzwald-Cupcakes auf Urlaubsreise in der Karibik

Zutaten für 12 Cupcakes:

Teig:

  •  160 g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver (ich nehme wegen des neutralen Geschmacks Weinsteinbackpulver)
  • 50 g Kakaopulver
  • 120 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker (alternativ 2 TL Zucker mehr nehmen und dazu das Mark einer Vanilleschote)
  • 1/2 TL Salz
  • 250 ml Sojadrink (oder anderer Pflanzendrink)
  • 90 ml neutrales Öl
  • 2 TL geschrotete Leinsamen  + 1TL Wasser (alternativ: 1 TL milder Essig)

Kirschmasse:

  • 1/2 Glas Sauerkirschen oder Schattenmorellen
  • 2 EL Amaretto
  • 1 TL Vanillezucker
  • 20-30 g Maisstärke

Für das Frosting

  • 1 Dose Kokosmilch mit möglichst hohem Kokosfleisch-Anteil (ansonsten braucht man 2 Dosen)
  • 1 TL Vanillezucker (wer es nicht so süß mag, kann auch nur gemahlene Vanille/Vanillemark nehmen)
  • ggf. Schokoraspel etc. zum Garnieren

Und so geht’s:

Die Kokosmilch möglichst schon einen Tag vor der Zubereitung in den Kühlschrank stellen. Dadurch setzt sich die feste Kokosfleisch-Masse vom wässrigen Teil ab.

Für den Teig die trockenen und nassen Zutaten getrennt mischen.In einer Rührschüssel die nasse Mischung zur trockenen Geben und zu einem homogenen Teig rühren. Teig in die Mulden einer mit Förmchen ausgelegten Muffinform geben. Bei 180 Grad Umluft 20-25 Minuten backen (Richtwert, der abhängig vom Ofen schwanken kann; deshalb in jedem Fall die Stäbchenprobe machen!). Muffins auf einem Kuchengitter auskühlen assen.

Während der Backzeit die Kirschmasse vorbereiten: Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen, dabei einen Topf darunter stellen, um den Saft aufzufangen. Ihr benötigt etwa die Hälfte der Kirschen und des Saftes, der in einem ganzen Glas Kirschen drin ist. Schätzt es grob ab – auf ein paar ml mehr oder weniger kommt es nicht an. Von dieser Menge Saft zwei EL abnehmen und mit 20 g Maisstärke anrühren. Restlichen abgeschätzten Saft zum Kochen bringen, von der Platte runter ziehen, Amaretto hinzufügen und die aufgelöste Stärke einrühren. Kirschen hinzufügen. Nochmal kurz auf die heiße (aber ausgeschaltete) Herdplatte ziehen und gut rühren. Dickt die Masse nicht merklich an, nochmal 10 g Stärke auflösen und einrühren. Das sollte dann aber genügen, ansonsten wir die Maße zäh und schmeckt mehlig, wenn sie abgekühlt ist. Masse abkühlen lassen.

Die komplett erkalteten Muffins höhlt ihr nun von oben rund aus (so wie bei einem Maulwurfkuchen) und füllt die Kirschmasse in die entstandenen Mulden. Das herausgeholte Innenleben könnt ihr zerbröseln und über die Kirschmasse streuen oder einfach so essen ;-). Damit sind die Muffins im Prinzip schon ausreichend lecker und hübsch, um verspeist zu werden.

Oder aber ihr verpasst ihnen noch die Kokoshaube: Schüttet den wässrigen Teil der Kokosmilch ab (den könnt ihr für diverse Dinge benutzen, ich nehme ihn sehr gerne für meine Overniht-Oats und zum Kochen von Currys). Nun rührt ihr die feste Maße in einem Gefäß einige Minuten mit dem Rührgerät auf der höchsten Stufe zu einer Creme. Besonders gut klappt es, wenn ihr auch das Gefäß vorher kühlt. Wenn die Creme ausreichend geschmeidig ist, fügt ihr den Vanillezucker hinzu (oder auch nicht). Spritzt die Creme sofort mit Hilfe eines Spritzbeutels mit Sterntülle (oder anderer Tülle, sie sollte jedoch eine eher größere Öffnung haben) auf die Muffins und garniert sie nach Belieben (für das Foto habe ich Raspelschokolade und Mandelkrokant genommen). Stellt sie bis zum Verzehr in jedem Fall kalt,sonst wird die Creme matschig….

Und dann: Bon Appétit

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

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… schreibt Hermann Hesse in seinem Gedicht Stufen.

So erging es auch mir mit dem Entschluss, endlich selbst zu bloggen und nicht immer nur von den Blogs anderer zu profitieren. Offensichtlich hat mich dieser Anfang jedoch so sehr verzaubert, dass ich in eine Art Dornröschen-Schlaf gefallen bin. Warum? – Nunja, dieser Blog sollte schon vor langer Zeit entstehen. Zumindest habe ich ihn schon vor etlichen Monaten angelegt, doch dann schlug eben jener Zauber zu und ließ eine halbe Ewigkeit einfach so verschwinden. Ironischerweise finde ich jetzt während meines letzten Studiensemesters plötzlich Zeit dafür, den ersten Eintrag zu schreiben. Neben mir stapelt sich Uni-Literatur, die Abschlussarbeit steht an, die Kommilitonen lernen… und  ich blogge und prokrastiniere fröhlich 🙂

Als erstes Rezept habe ich obigen Cupcake geplant, da so ein Törtchen meiner Meinung nach genau das Richtige für eine Blog-Geburt ist 🙂

Bevor ich das dann als ersten Rezept-Eintrag poste, noch eine Info an diejenigen, die keine Lust haben, sich den Über-Beitrag durchzulesen: alle Rezepte in meinem Blog sind vegan – Produkte tierischen Ursprungs sucht man hier also vergeblich. Aber es lohnt sich trotzdem auch für Nicht-Veganer, hier zu stöbern 🙂 Als Studentin mit kleinem Budget sind die meisten meiner Rezepte auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich.

Viel Spaß mit meinen (hoffentlich bald erscheinenden) Rezepten!

Eure Lotte