Tempeh-Döner macht (das Leben) schöner…

Bei Tempeh klaffen die Meinungen ja weit auseinander. Die einen finden ihn toll, die anderen hassen ihn. Ich gehöre zur ersten Gruppe 🙂 Allerdings muss ich hinzufügen, dass ich beim ersten Versuch nicht so ganz von seinem Geschmack überzeugt war. Ich glaube, Tempeh ist eins der Lebensmittel, an das man sich erst herantasten muss, denn je öfter ich ihn aß, desto leckerer wurde er. Mittlerweile liebe ich ihn und er steht geschmacklich an erster Stelle in meiner „Eiweiß-Hierarchie“. Seitan folgt auf Platz zwei, danach kommen Hülsenfrüchte und erst dann Tofu.

Meinen Tempeh beziehe ich seit einiger Zeit von hier. Man bekommt dort nicht nur Natur-Tempeh, sondern kann auch aus einigen Marinaden wählen. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, unbehandelten frischen (und daher nur kurz haltbaren) Tempeh zu bestellen. Alle Tempeh-Zutaten und Marinaden sind bio und vegan. Immer donnerstags beginnt die Produktion und montags geht der Tempeh auf die Reise und landet dienstags vor der Haustür. Preislich bewegt sich der Tempeh auf ähnlichem Niveau wie in den meisten Onlineshops, er ist sogar ein bisschen günstiger. Eine tolle Sache, wie ich finde. Vor allem, da ich Tempeh ohnehin nur über das Internet bekomme, da es hier weit und breit keinen Tempeh zu kaufen gibt.

Am liebsten esse ich Tempeh kross angebraten mit Gemüse in Wraps, Ciabatta, Pitabrot etc. Heute gab es das also mal wieder und da ich letztens veganes Kebab-Brot zum Aufbacken beim Einkaufen entdeckt habe, wurde das heute ausprobiert. Es ist ein leckerer „Döner“ geworden, den es künftig sicher öfter geben wird, denn er ist ratz-fatz gemacht, die Zutaten können problemlos zur Arbeit mitgenommen und dann in der Mittagspause „zusammengebaut“ werden und preiswert ist das Ganze auch.

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Tempeh-Döner

Man braucht für zwei „Döner“

  • 2 Kebab-Fladen zum Aufbacken
  • 100 g marinierten Tempeh (oder man mariniert Naturtempeh. Alternativ geht natürlich auch Seitan oder Tofu)
  • 3 EL Rapsöl
  • ein Stück Gurke
  • eine Paprikaschote
  • eine Tomate
  • 1/2 Zwiebel (ich nehme dazu gerne die Roten)
  • etwas Blattsalat
  • etwas frische Petersilie

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Das Gemüse klein schneiden, Petersilie hacken und den Tempeh in Streifen schneiden (je dünner, desto knuspriger wird er). Das Öl in der Pfanne erhitzen, Tempehstreifen unter mehrmaligem Wenden von beiden Seiten einige Minuten anbraten, bis er eine goldbraune Farbe annimmt. Auf etwas Küchenkrepp zum Abfetten legen. Kebabfladen entweder drei Minuten im Backofen oder – energiesparender – im Toaster aufbacken, in der Mitte aufschneiden, sodass eine Tasche entsteht und diese dann mit Gemüse, Tempeh und Petersilie füllen.

Das war’s schon – kleiner Aufwand und trotzdem großer Genuss 😉

Wer mag, kann natürlich eine Sojajoghurt-Sauce herstellen und in den Döner geben, aber ich mag es ohne Sauce lieber.

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6 Gedanken zu “Tempeh-Döner macht (das Leben) schöner…

  1. Ich find Tempeh eigentlich ok, so geschmacklich und auch von der Konsistenz her, aber so ganz warm werd ich mit ihm nicht. Muss mich mal wieder drüber trauen!

  2. Oh cool, du bist die Erste, die sagt, er ist ok und nicht ins Extrem denkt 🙂 also ich steh mittlerweile voll drauf, insbesondere die marinierten Sorten in Verbindung mit viel Gemüse sind toll 🙂

  3. Ich mag Tempeh gerne und finde die Idee mit dem Döner genial. Und vielen Dank für den Link zu der Tempehmanufaktur. Das hört sich sehr vielversprechend an!

    • Hey Mihl,

      danke 🙂
      Ich bin vor einem Jahr bei der Suche nach neuen Tempehrezepten auf die Tempehmanufaktur gestoßen und hab dann einfach mal was bestellt – hab es nicht bereut 😀 bin mit der Qualität und dem Preis-Leistungsverhältnis sehr zufrieden, die marinierten Sorten schmecken mir am allerbesten. Ich bestelle meist ein Quartett, das ist ein Dauerangebot.

      LG
      Lotte

  4. Hi Lotte,ich war eigentlich kein Tempeh-Fan, bis ich über die geräucherte Version gestolpert bin…absolute Suchtgefahr…sehr lecker! Vielen Dank für die tollen Rezepte..LG Britta

  5. Hallo Britta, vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, die geräucherte Tempeh-Version schmeckt mir auch total gut 🙂
    Danke für das Lob, ich hoffe, ich schaffe es, weiterhin so häufig Rezepte zu posten, bisher ist mein Blog ja noch ganz jung und beinhaltet nur sehr wenig Rezepte 🙂
    Werde morgen auch mal bei dir vorbeischauen,
    LG
    Lotte

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