Grüner wirds nicht: schnelles Kresse-Pesto

So langsam geht die Gartenkräuter-Zeit zu Ende. Und von einer Kräutersorte habe ich unendlich viel: Kapuzinerkresse. Was ich im April mit 7 Blättern in einem kleinen Kräutertopf gekauft habe, wuchert mittlerweile großflächig im Garten…

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Kapuzinerkresse

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Cora ist auch dabei

Was macht man denn nun mit einer gefühlten Tonne Kapuzinerkresse? – Pesto natürlich! Naja, ich habe nur einen Bruchteil der Kresse dafür benötigt, aber immerhin 🙂

Tatsächlich habe ich erst vor zwei Jahren erstmals in meinem Leben Pesto gegessen. Zuvor fand ich das immer irgendwie so unspektakulär und konnte mir gar nicht vorstellen, dass das wirklich schmeckt – nur Nudeln und Pesto – das kann doch kein vollständiges Essen sein! – Oh doch – und was für ein Tolles! Nach dem ersten Probieren stürzte ich mich in die Pestozubereitung und dank der Kresse-Invasion im Garten entstand dieses Jahr eine ganz besonders leckere Variante: Kressepesto!

Es geht ruckzuck – die Zubereitung dauert kürzer als das Kochen der Nudeln. Dennoch empfehle ich, das Pesto vor Verzehr einige Stunden oder über Nacht durchziehen zu lassen, dadurch wird das Aroma viel vollmundiger und intensiver.

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Tagliatelle mit Kresse-Pesto

Man benötigt für ein Glas Pesto (ca. 4 Portionen):

  • 60 g Kresse (es geht anstelle von Kapuzinerkresse auch jede andere Kresse-Sorte)
  • 60 g Nusskerne (ich nehme am liebsten Haselnüsse oder Walnüsse)
  • 2 Knoblauchzehen (alternativ 2 Stängel Lauchzwiebeln)
  • 2 EL Hefeflocken
  • knapp 1 TL Salz
  • etwas Pfeffer
  • eine Prise Cayennepfeffer
  • 2 TL Zitronensaft
  • 150 ml natives Oliven-Öl extra (das Pesto steht und fällt mit der Qualität des Öls)

Alle Zutaten im Mixer pürieren. Kaum zu glauben, aber wahr: Das war’s schon 😀

Bei mir gab es diesmal Tagliatelle zum Pesto. Gekrönt wurde das Essen mit gerösteten Sonnenblumenkernen.

Wenn nicht das ganze Pesto gebraucht wird, kann man den Rest in ein verschließbares Glas füllen und bis zum Rand mit Öl aufgießen und sofort verschließen. So hält es sich im Kühlschrank einige Tage.

Lasstes euch schmecken!

Eure Lotte mit Cora, die fleißig beim Fotografieren geholfen hat.

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Cora hat Spaß im Garten

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Tempeh-Döner macht (das Leben) schöner…

Bei Tempeh klaffen die Meinungen ja weit auseinander. Die einen finden ihn toll, die anderen hassen ihn. Ich gehöre zur ersten Gruppe 🙂 Allerdings muss ich hinzufügen, dass ich beim ersten Versuch nicht so ganz von seinem Geschmack überzeugt war. Ich glaube, Tempeh ist eins der Lebensmittel, an das man sich erst herantasten muss, denn je öfter ich ihn aß, desto leckerer wurde er. Mittlerweile liebe ich ihn und er steht geschmacklich an erster Stelle in meiner „Eiweiß-Hierarchie“. Seitan folgt auf Platz zwei, danach kommen Hülsenfrüchte und erst dann Tofu.

Meinen Tempeh beziehe ich seit einiger Zeit von hier. Man bekommt dort nicht nur Natur-Tempeh, sondern kann auch aus einigen Marinaden wählen. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, unbehandelten frischen (und daher nur kurz haltbaren) Tempeh zu bestellen. Alle Tempeh-Zutaten und Marinaden sind bio und vegan. Immer donnerstags beginnt die Produktion und montags geht der Tempeh auf die Reise und landet dienstags vor der Haustür. Preislich bewegt sich der Tempeh auf ähnlichem Niveau wie in den meisten Onlineshops, er ist sogar ein bisschen günstiger. Eine tolle Sache, wie ich finde. Vor allem, da ich Tempeh ohnehin nur über das Internet bekomme, da es hier weit und breit keinen Tempeh zu kaufen gibt.

Am liebsten esse ich Tempeh kross angebraten mit Gemüse in Wraps, Ciabatta, Pitabrot etc. Heute gab es das also mal wieder und da ich letztens veganes Kebab-Brot zum Aufbacken beim Einkaufen entdeckt habe, wurde das heute ausprobiert. Es ist ein leckerer „Döner“ geworden, den es künftig sicher öfter geben wird, denn er ist ratz-fatz gemacht, die Zutaten können problemlos zur Arbeit mitgenommen und dann in der Mittagspause „zusammengebaut“ werden und preiswert ist das Ganze auch.

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Tempeh-Döner

Man braucht für zwei „Döner“

  • 2 Kebab-Fladen zum Aufbacken
  • 100 g marinierten Tempeh (oder man mariniert Naturtempeh. Alternativ geht natürlich auch Seitan oder Tofu)
  • 3 EL Rapsöl
  • ein Stück Gurke
  • eine Paprikaschote
  • eine Tomate
  • 1/2 Zwiebel (ich nehme dazu gerne die Roten)
  • etwas Blattsalat
  • etwas frische Petersilie

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Das Gemüse klein schneiden, Petersilie hacken und den Tempeh in Streifen schneiden (je dünner, desto knuspriger wird er). Das Öl in der Pfanne erhitzen, Tempehstreifen unter mehrmaligem Wenden von beiden Seiten einige Minuten anbraten, bis er eine goldbraune Farbe annimmt. Auf etwas Küchenkrepp zum Abfetten legen. Kebabfladen entweder drei Minuten im Backofen oder – energiesparender – im Toaster aufbacken, in der Mitte aufschneiden, sodass eine Tasche entsteht und diese dann mit Gemüse, Tempeh und Petersilie füllen.

Das war’s schon – kleiner Aufwand und trotzdem großer Genuss 😉

Wer mag, kann natürlich eine Sojajoghurt-Sauce herstellen und in den Döner geben, aber ich mag es ohne Sauce lieber.